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LSV Porz07.10.2016

Berlin Marathon, eine Sightseeingtour durch die Bundeshauptstadt - 25.09.2016

Zum 6.Mal in Folge stand ich in Berlin mit 40 000 Läufer und Läuferinnen aus aller Welt am Start. Für den Berlin Marathon werden die TN schon im Dezember des Vorjahres ausgelost. Ich hatte Glück und freute mich auf die Herausforderung. 3 Monate hatte ich mich intensiv auf diesen Tag vorbereitet . 60 – 90 Wochenkilometer sollte man für einen Marathon trainieren.

LSV PorzWolf, der dort seinen 3. Marathon laufen wollte, trainierte mit uns beim Lauftreff (mittwochs, 18.00 Uhr) in Leidenhausen. Dankbar nahm er unsere vielen Tipps an.

In Köln lief ich 2010 meinen 1. Marathon. Mittlerweile war ich auch in Rom, Wien, Hamburg, Paris und Berlin.

Am Sonntagmorgen hatten wir sonniges Bilderbuchwetter. Für die Zuschauer ideal, für uns Läufer viel zu warm. In Berlin ist die Organisation hervorragend. Viele liebe Helfer sorgen im Startbereich und auf der Strecke für einen reibungslosen Ablauf. Immerhin müssen 40 000 Läufer versorgt werden.

15 Minuten nach den Topläufern, in der 2. von 3 Wellen, ging auch ich auf die 42,2 km lange Sightseeingtour. Unterwegs sieht man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten Berlins. Die ersten Kilometer führen an der Siegessäule, am Bundeskanzleramt, dem Reichstag und dem „neuen“ HbF vorbei. Weiter geht es über den Friedrichstadtpalast, vorbei am Alexanderplatz mit dem 368m hohen Fernsehturm.

Ich lag nach 20 km auf Bestzeitkurs. Leider beginnt ein Marathon aber immer erst danach. Mit Gels oder Bananen versucht man den Zuckerspiegel stabil zu halten. Trinken ist Pflicht. Man sollte an jedem Wasserstand 50 – 100 ml Wasser trinken. Zwischen Kilometer 27 und 30 hatte ich einen kleinen Einbruch. Meine vielen Freunde, die verteilt an der Strecke standen, halfen mir in dieser Situation sehr.

LSV Porz1000 000 Zuschauer verteilen sich in Berlin auf der Strecke, und viele Bands sorgen für eine super Stimmung. Als ich auf dem „Kudamm“ an der Gedächtniskirche und dem „KaDeWe“ vorbeilief, wusste ich, dass das Ziel nicht mehr so weit ist. Endlich konnte ich nach 41 km, auf der Straße des 17. Juni das Brandenburger Tor sehen. Mit Tränen in den Augen lief ich in 3:54:08 Stunden an den jubelnden Zuschauern vorbei ins Ziel. Meine Bestzeit verpasste ich leider um 2 Minuten. Dann muss ich halt im nächsten Jahr noch einmal ran.

Den Weltrekord verpasste Kenenisa Bekele nur um 6 Sekunden….

Diesen Marathon muss man auch als Kölner Läufer auf jeden Fall einmal gelaufen sein.

Eine Woche später das nächste Highlight für mich. Am Sonntag, den 02.10. lief ich mit 3 Kölner Läuferinnen gemeinsam die Staffel beim 20. Köln Marathon.

Gabi Zange LSV Porz

 

 

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